03.05.2005 Regeln fürs Schreiben

Vom Sinn und Unsinn der neuesten Rechtschreibreform

„Die deutsche Rechtschreibung – eine kritische Bestandsaufnahme“
Vortrag und Workshop von Bettina Zastrow
Mittwoch, 11. Mai, 18.30 – 21.00 Uhr, IHK-Akademie Reutlingen

Böblingen/Reutlingen, 3. Mai 2005 – Sie sollte vereinfachen und hat stattdessen viele Menschen verwirrt: Als die Rechtschreibreform 1996 begann, spaltete die Diskussion über ihren Sinn oder Unsinn Deutschland in zwei Lager. Nur wenigen waren die neuen Schreibregeln gleichgültig. Bettina Zastrow, freiberufliche Technische Autorin und täglich mit Rechtschreibung befasst, hat untersucht, wie die Rechtschreibreform zustande kam, welche historischen Entwicklungen ihr vorausgingen und was sich seither schon wieder geändert hat.

Ihr Vortrag „Die deutsche Rechtschreibung – eine kritische Bestandsaufnahme“ gibt einen Überblick über die Entwicklung der deutschen Schriftsprache von mittelalterlichen Manuskripten bis zum aktuellen Stand der Rechtschreibreform. Im zweiten Teil werden die derzeit gültigen Regeln eingeübt: Doppeltes oder scharfes S, Groß- oder Kleinschreibung, Getrennt- oder Zusammenschreibung, Wortstamm-Prinzip, Trennung, Anrede und Kommasetzung zählen dabei zu den wichtigsten Neuerungen. Der Vortrag mit anschließendem Workshop am Mittwoch, 11. Mai, beginnt um 18.30 Uhr in der IHK-Akademie Reutlingen, Allmendstraße 7, und endet gegen 21 Uhr. Veranstalter ist die Gesellschaft für Technische Kommunikation (tekom), Regionalgruppe Stuttgart. Der Eintritt ist frei.

Bettina Zastrow, staatlich geprüfte Informatikerin, hat sich 1989 als Technische Autorin selbstständig gemacht. In ihrem Spezialgebiet, der Erstellung von Software-Dokumentationen und Onlinehilfetexten, war sie unter anderem 13 Jahre für IBM Deutschland tätig. Sie hat mittlerweile über 5.600 Druckseiten und mehr als 1.500 Online-Seiten für ihre Kunden geschrieben. Als Expertin für Technische Dokumentation veröffentlicht sie Fachartikel und arbeitet zudem als Lektorin und Übersetzerin. Die deutsche Rechtschreibung in ihrer jeweils gültigen Form ist Grundlage all ihrer Texte und allein deshalb schon ein Thema, mit dem sich die Technische Autorin intensiv beschäftigt.